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Rahmenverträge im Mittelstand — der 24-Monate-Check

Warum Mittelständler ihre ITK-Rahmenverträge alle 24 Monate prüfen sollten — und welche fünf Punkte im Check tatsächlich den Unterschied machen.

22. April 2026 Comms Connect · Newsroom
Rahmenverträge im Mittelstand — der 24-Monate-Check

Ein typisches Bild: Ein Rahmenvertrag wird vor sechs Jahren abgeschlossen, mit 24 Monaten Laufzeit. Verlängerung läuft automatisch, weil keiner kündigt. Konditionen bleiben — der Markt verändert sich. Und niemand schaut darauf, weil der Vertrag „läuft halt”.

Das Resultat: Tarife, die heute deutlich über dem Marktpreis liegen. Hardware-Konditionen, die bei aktuellen Geräten keinen Sinn mehr ergeben. SLAs, die nicht zu Ihrer aktuellen Standort-Struktur passen.

Hier ist die einfache Empfehlung: Jeden Rahmenvertrag alle 24 Monate aktiv prüfen — auch wenn er erst in 18 Monaten endet.


Warum 24 Monate?

Die Branche bewegt sich schneller, als die Verträge es widerspiegeln. Innerhalb von 24 Monaten ändern sich:

  • Listenpreise und Verhandlungs-Spreads bei den großen Carriern (oft um 15 – 30 %)
  • Datenpaket-Standards (was vor zwei Jahren „Power” war, ist heute Standard)
  • Roaming-Regelungen und EU-Pakete
  • 5G-Verfügbarkeit und damit die Wettbewerbssituation
  • Hardware-Generationen und damit Bündel-Konditionen

Wer alle 24 Monate aktiv prüft, sieht diese Verschiebung — und kann entweder nachverhandeln oder sich auf den nächsten Vertragswechsel vorbereiten.


Die 5 Punkte im 24-Monate-Check

1. Tarif-Aktualität

Vergleichen Sie Ihre aktuellen Tarife mit dem, was heute neu am Markt verhandelt wird — nicht mit Listenpreisen, sondern mit verhandelten Bestandskonditionen. Differenz von mehr als 20 %? Klares Signal.

2. SIM-Bestand vs. realer Bedarf

In nahezu jedem Bestand finden sich SIMs ohne aktiven Nutzer, doppelt ausgegebene Karten oder Tarif-Mismatch (Power-Tarif für jemanden, der pro Monat 2 GB nutzt). Das ist häufig der schnellste Hebel — Bereinigung allein bringt oft 8 – 15 %.

3. Roaming und Auslandstarife

Vor allem in Bestandsverträgen oft unterm Marktpreis-Niveau. Wer regelmäßig in die Schweiz, UK oder USA reist und dafür Tagespauschalen zahlt, lässt schnell vierstellige Beträge pro Jahr liegen.

4. Hardware-Bündelung

Werden Geräte über den Mobilfunkvertrag finanziert, sind die Kalkulationsbasen oft drei Jahre alt. iPhone-Preise und Konditionen für Großkunden haben sich in der Zwischenzeit deutlich bewegt.

5. Festnetz-/Standort-Anbindung

Bandbreiten, die vor vier Jahren ausreichten, bremsen heute. Gleichzeitig sind die Konditionen für 1-Gbit/s- und 10-Gbit/s-Anschlüsse in Ballungsräumen massiv gefallen. Lohnt fast immer einen Querblick.


Was der Check nicht ist

  • Eine Kündigungs-Drohung. In 60 % der Fälle bleibt der Vertrag, nur die Konditionen werden angepasst.
  • Ein Großprojekt. Ein strukturierter Check dauert für mittelgroße Bestände 5 – 10 Werktage.
  • Eine reine Preisfrage. Auch SLAs, Reaktionszeiten, Eskalationswege gehören in den Check.

Wie das in der Praxis aussieht

Bei Comms Connect heißt der 24-Monate-Check „Audit”. Sie laden den aktuellen Vertrag und die letzten drei Monatsrechnungen hoch — wir machen den Vergleich gegen Marktstand und melden uns mit drei Empfehlungen:

  1. Wo nachverhandeln (häufigster Fall).
  2. Wo wechseln (Spezialfall, klare Signale).
  3. Wo lassen, wie es ist (auch das gibt es).

Klar, dass alle drei in Ihrem Bestand vorkommen können.


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